Offener Brief: Erhalt des selbstverwalteten Wohn- und Kulturraums in Winterthur
Offener Brief: Erhalt des selbstverwalteten Wohn- und Kulturraums in Winterthur
Offener Brief: Erhalt des selbstverwalteten Wohn- und Kulturraums in Winterthur
Sehr geehrte Damen und Herren
Hiermit möchten wir Sie auffordern, mit den Bewohner:innen der unten genannten selbstverwalteten Häuser und Wagenplätze in einen ernsthaften Dialog zu treten, um den Erhalt des Wohn- und Kulturraums und den Verbleib der aktuellen Bewohner:innen auszuhandeln.
Wir fordern Sie dazu auf, den Wert der über Jahrzehnte durch die unentgeltliche Arbeit der Bewohner:innen und ohne kommerzielle Absichten geschaffenen und erhaltenen Räume — bezahlbarer Wohnraum und vielfältiger, unkommerzieller Kulturraum — anzuerkennen und ihre reichhaltige Geschichte zu würdigen.
Die räumungsbedrohten Häuser und Wagenplätze von Winterthur sind Teil eines vielfältigen Netzwerks selbstorganisierter Räume und Betriebe. Sie sind Teil der Kultur und Geschichte dieser Stadt. Sie sind dringend benötigter, günstiger Wohn- und Kulturraum für viele. Sie sind für uns aus der Stadt nicht wegzudenken.
In Zeiten der akuten Wohnungsnot, in der viele Lohnabhängige Mühe haben, die steigenden Mieten zu bezahlen, dürfen wir der Zerstörung von günstigem Wohnraum nicht tatenlos zusehen. Es ist sowohl aus sozialen wie auch aus ökologischen Gründen sinnvoll und notwendig, bestehende Häuser und Bewohner:innen-Strukturen zu erhalten.
Wir fordern Sie deshalb dazu auf, den Verbleib der Bewohner:innen der General-Guisanstrasse 31, der Schaffhauserstrasse 62, der Zürcherstrasse 62 ebenso wie den Erhalt der Wagenplätze «Frostschutz» und «Mumpitz» zu ermöglichen oder den Bewohner:innen zumindest eine gleichwertige Ersatzlösung anzubieten.
Wir fordern Sie dazu auf, zusammen mit den betroffenen Bewohner:innen eine Verhandlungslösung anzustreben und nicht auf Räumung, Gewalt und Zerstörung zu setzen.
Wir erklären uns solidarisch mit den Bewohner:innen der räumungsbedrohten selbstverwalteten Wohn- und Kulturräume in Winterthur. Denn wir wollen eine vielfältige Stadt, in der alle Platz haben.
Gerne erwarten wir eine öffentliche Stellungnahme zu diesem Schreiben.
Freundliche Grüsse
{Your name will be here}